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Vortrag Arnd Capell-Höpken

 

Vortrag unseres Gastredners Arnd Cappell-Höpken zum Thema „Flächensparen – Ein Zwiespalt zwischen Erhaltung der Landwirtschaft und der Wohn-/Gewerbe-entwicklung“

Arnd Cappell-Höpken ist Landwirt und Mitglied des Kreistages Wesel, Vorsitzender des Agrarausschusses und umweltpolitischer Sprecher der Fraktion.

Boden ist nicht erneuerbar“ und „Flächenfraß“ statt Flächenverbrauch, mit diesen Worten begann Herr Cappell-Höpken seinen Vortrag. 15 bis über 20 Hektar Land werden jeden Tag in NRW versiegelt oder bebaut. Land, das der Landwirtschaft fehlt. Landwirtschaftlich nutzbare Flächen werden Tag für Tag geopfert, um –sicherlich notwendigen- anderen Nutzungen zugeführt zu werden. Jedes Kommune will sich entwickeln und zusätzliches Bauland oder Gewerbeflächen ausweisen. Leider sieht der Referent derzeit keine Umkehr dieses Trends.
In NRW gibt es einen Zuwachs an Waldflächen, weil diese als Ersatzmaßnahmen für Baumaßnahmen eine hohe Bewertung haben. Leider ist auch hier keine landwirtschaftliche Nutzung möglich.
Gerade die von Behörde zu Behörde unterschiedliche Berechnung von Ausgleichsflächen ist Cappell-Höpken ein Dorn im Auge. Er bezeichnete den Umgang mit dem Öko-Ausgleich in NRW als „ungeordnet“.

Cappell-Höpken wünscht sich im ersten Schritt, dass alle Behörden in NRW die gleichen Berechnungsgrundlagen für die Ausgleichsberechnungen nutzen und so die Planungssicherheit gewährleisten. Ebenso hält er es für wichtig, dass Fachleute mit Erfahrung in landwirtschaftlichen Betrieben an den behördlichen Planungen und Entscheidungsfindungen eingebunden werden. Das Stichwort „Fachwissen“ fiel im Laufe des Abends sehr oft.

Das Thema „Modellregion Gülle“ wurde von den Zuhörern als weiteres Thema zur Diskussion gestellt. Die Landwirte in der Versammlung wunderten sich, dass seitens der Politik Dinge geforderte werden, die teilweise schon seit Jahren gelebte Praxis sind. Speziell die Verringerung der Nitrateinträge ist bei den Bauern schon lange ein Thema. Deutliche Verringerungen in den letzten Jahren mit Trend nach unten sind in der Praxis nachweisbar.

Derzeit wird ein neuer Regionalplan für die Flächennutzung in Hamminkeln geplant. Dort sind sehr große Flächen für die Auskiesung vorgesehen, die eigentlich vor Jahren schon aus dem alten Plan herausgenommen wurden. Cappell-Höpken geht davon aus, dass vorerst Maximalforderungen im Plan eingearbeitet sind, die nach dem zu erwartenden Widerstand aus den Kommunen und der Bevölkerung teilweise „wegverhandelt“ werden. Hier entstand eine angeregte Diskussion bei den Teilnehmern, die sich mehrheitlich kritisch äußerten. Auch bei einer attraktiven Gestaltung der Denaturierung der Flächen nach Ende der Auskiesung bleiben die Wasserflächen bestehen und sind für nichts Anderes mehr nutzbar. Hier wurde Augenmaß bei der Flächenausweisung gefordert.

 

Nach dem Vortrag wurde über eine Stunde über das Vortragsthema diskutiert. Das zeigt, dass wir wohl thematisch den Nerv der Zuhörer getroffen haben. Wie wollen in 2018 eine Informationsveranstaltung zum Thema Auskiesung und Regionalplan veranstalten, um als CDU Dingden eine Informationstransparenz zwischen den Regionalplanern und er betroffenen Bevölkerung sicherzustellen.

 

Pressebericht BBV 17.11.17

 

 

 

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